Über mich

Annika Gläser


Und warum dieser Blog?

Seit wir alle wissen, was Corona ist, leben wir in besonders herausfordernden Zeiten. Alles ist anders, vielen fehlt Struktur oder Verbindung zu anderen.

Yoga kann Halt geben – nicht nur dem Körper durch Bewegung, sondern auch im Alltag und emotional. Als mich Mitte März einer meiner Yogaschüler anrief, weckte das in mir den Wunsch, Yoga-Praktizierende dabei zu unterstützen, diese Qualität auch bei geschlossenen Yogastudios weiterhin erfahren zu können. So habe ich mich spontan dazu entschlossen, guckmalyoga zu starten.

Es ist meine Vision, etwas Kleines und Feines dazu beizutragen, die gesellschaftlichen Schäden der häuslichen Isolation zu mildern.

Für mich ist das auch ein politischer Akt. Ich glaube daran, dass die Welt ein Stück besser wird, je mehr Menschen es gut geht, je mehr mit sich selbst ins Reine kommen. Denn du prägst deine Umwelt genauso, wie sie auch dich prägt.

Außerdem reizt es mich, die Yogapraxis mit aktuellen Themen zu verbinden und so bescheidene gesellschaftskritische Kommentare zu formulieren. Auch das kann mitunter politisch ausfallen.

Der Blog wurde im September 2020 eingestellt und wird gerade umstrukturiert...

Nach meiner ersten Yoga-Probestunde dachte ich, dass Yoga irgendwie nix für mich ist – Mainstream, da ist doch nichts dabei! Die zweite Stunde, bei einer ganz anderen Lehrerin, habe ich noch heute im Kopf. Es ging darum, wie man sich in der Fremde auf den eigenen Beinen zu Hause fühlen kann. Das war 2011. So zehn Yogastunden später fand ich mich in Georgien wieder, auf mich allein gestellt in der Fremde. Und: Es hat funktioniert. Noch heute fühle ich mich dort sehr zu Hause – sowohl in Georgien als auch auf meinen Beinen.

Nicht nur das. Yoga hat mich verändert. Meine Haltung, mein Körpergefühl, den Körper insgesamt. Auch mein Wesen. Ich bin gelassener, kenne meine Grenzen besser und liebe den Perspektivwechsel auf das Leben und die verschiedenen Situationen, in die es mich und andere bringt. Kopfstand geht plötzlich ganz einfach – eine Übung, bei der ich mich im Schulunterricht wie eine sportliche Niete gefühlt hatte...

Seit 2011 habe ich mit wenigen Ausnahmen den Stil dieser ersten prägenden Lehrerin praktiziert. Sie hatte bei Alex Kröker gelernt, der später das Studio Element Yoga gründete, und in dem ich im März 2018 meine 200-Stunden-Ausbildung zur Alignment-Yogalehrerin abgeschlossen habe. Dort unterrichte ich seit November 2018 einmal wöchentlich und habe gerade die 400-Stunden-Fortbildung mit Alex begonnen. Dabei freue ich mich besonders auf das Modul zum Einzelunterricht, der mich besonders interessiert.

Element Yoga ist für mich besonders, weil es dabei einerseits um präzise anatomische Ausrichtung geht, die Verletzungen vorbeugt. Andererseits ist die Methode ein tolles Instrument, um auf der Matte eine Haltung zum Leben zu kultivieren, auf die ich im Alltag zurückgreifen kann. Dabei geht es für mich um Selbstermächtigung, Genuss und darum, meine Energie für die Dinge einzusetzen, die mir wichtig sind. An anderen Stellen gelingt es mir schon ganz gut, sie zu sparen und mich nicht unnötig verrückt zu machen.

Neben dem Yogaleben bin ich studierte Kulturwissenschaftlerin und Konfliktforscherin, Musikerin, SoLaWistin, Partnerin, Freundin, Tochter, Schwester, Cousine und jetzt also auch noch Bloggerin.


Made with ♥ in Berlin